Archive for Mai, 2012

Zitat aus: Der Spiegel 5/2012 (Vorspann zu „Terror am Himmel“)

Fluglärm quält Millionen Deutsche. Der Krach kann zu Herzerkrankungen und womöglich zu Krebs führen…

Der Krach? Warum genau der? Warum nicht jeder Krach? Also einfach: Krach.

Weitere zwei Zitate aus einem späteren Spiegel 11/2012 (Seite 18)

Nach unseren Umfragen fühlen sich 55 Prozent der Deutschen durch Straßenlärm belästigt. Bei Fluglärm ist es jeder Dritte, bei Schienenlärm jeder Fünfte.

Also nochmal im Klartext: mehr als die Hälfte der Deutschen stört der Straßenlärm. Nur ein Drittel klagt über Fluglärm. Das spiegelt sich so nicht in der Presselandschaft wieder.

Der Mensch bewertet Geräusche unterschiedlich. Wenn er den Eindruck hat, diese wären vermeidbar oder werden sogar absichtlich erzeugt, stören sie ihn viel mehr als Geräusche, die er als neutral einstuft.

Können wir dann endlich zur Tagesordnung übergehen und den Menschen, die sich durch Flugzeuge gestört fühlen, erklären, dass Fluggeräusche genauso neutral sind wie der Rasenmäher von nebenan, oder der Hausbau seit mehreren Monaten gegenüber?

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… so seufzt ein Spiegeljournalist in Ausgabe 17/2012. Der Artikelvorspann im Original:

Das Heimatmagazin „Landlust“ aus Münster schafft neuerdings sogar eine Millionenauflage. Wie machen die Kollegen das bloß?

Tja, ganz einfach. Sie orientieren sich an den Kundenwünschen und nicht am eigenen Ego. Sie bringen das, was viele Leser lesen wollen und nicht das, was dem Jungredakteur xy gerade zum ersten Mal über den Weg läuft.
Der Wurm am Haken muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Für die Beantwortung braucht man keine ganze Spiegelseite, dazu langt ein Satz.

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Ein realer Tag in Athen.
Das Manager Magazin und der Spiegel sind sich uneinig. MM hält daran fest, dass Griechenland und Euro gemeinsam bleiben. Der Spiegel hat nach jahrelangem ähnlichem Tenor nun doch umgeschwenkt und sieht die Welt realistischer – so, wie die Weisen und Eingeweihten es schon lange prophezeiten: Alle Euro-Transfer-Milliarden nach Griechenland laufen in ein Fass ohne Boden.

Viele Deutsche lieben es, nach Griechenland auf Urlaub zu fahren. Laissez-faire und endlich das Leben geniessen. Der Film Alexis Sorbas (Mikis Theodorakis) lieferte das Lebensgefühl, von dem eine ganze Generation Deutscher träumte. Träumte, aber nicht danach arbeitete.
Man kann die griechische (Urlaubs-)Mentalität nicht eindeutschen. Das funktioniert nicht. Das bleiben zwei Welten und dann ist es gut so. Für beide Seiten.

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Zwei Zitate aus dem Journalist 5/2012, Autor ist Ralf Geißler.

Journalisten können ihren Beruf gar nicht mit dem Leben verwechseln, weil sie beides für dasselbe halten.

Wenn man Journalisten als Ausgleich (zur Arbeit) Waldläufe empfiehlt, nehmen sie ein Pulsmessgerät mit und schreiben anschließend eine Geschichte übers Joggen.

No need to comment.

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Nach einem Super-Jahr in USA (mit einigen kurzen Unterbrechungen) bin ich in nächster Zeit wieder überwiegend in Deutschland zuhause. Und damit wird es auch wieder online mehr Updates aus meinem Leben geben. Versprochen.

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