Archive for September, 2013

Damit nicht nur ein Mediendienst am Pranger steht, zitieren wir auch Peter Turi, der ebenfalls mit Infos über die Fehler anderer seine Werbeeinnahmen abschöpft:

Der kleine Unterschied zwischen Deutschen und Franzosen? Googles Autovervollständigung schlägt den Deutschen auf die Frage „Wie macht man …“ ganz profan die Erweiterung „… Rührei“ vor. Franzosen finden nach „Comment fait on …“ natürlich „… l’maour“.

(aus dem Newsletter vom 18.9.2013)

🙂  Gerade die Pointe im Journalismus sollte korrekt sein. Hätte was.

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Dass man nicht allen „Tipps“ männlicher Kollegen folgen soll, wie man am schnellsten die Karriereleiter hinauffallen kann, lernt frau im Berufsleben sehr schnell.

In einem Beitrag vom 18.9.2013 des Nachrichtendienstes Meedia wird es krass:

einehandbreituebermKnie

Eine Handlänge überm Knie. Mindestens.

Mindestens?

Also sind zwei Handlängen noch besser?

Oder drei?

Wie wär’s gleich mit einem breitem Gürtel statt des Rockes?

🙂 Vielleicht sollte man den Beitrag eher unter: Was der männliche Journalist sich so wünscht von seinen weiblichen Kolleginnen stellen, als unter: Wie die richtige Kleidung die Karriere fördern kann – Fünf Tipps für den perfekten Arbeitsdress…

BTW: Das Bild: What your clothing colours say about you ist im Netz schon gut abgehangen und seit Jahren auf zahlreichen Seiten eingesetzt. Hier geborgt wurde es vermutlich von folgendem Blog, mit dem ersten Kommentar im März 2013.

 

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Nachdem wir uns vor einigen Wochen öffentlich um die gewichtsmässige Abnahme des Spiegels Sorgen gemacht haben, wollen wir nun auch die freudige Botschaft öffentlich verkünden: Der Spiegel nimmt an Umfang zu. Langsam kann man ihn wieder zum Fliegen erschlagen einsetzen, ohne dass sich die Seiten verbiegen.

Die Werbewirtschaft scheint also die Sorgen der Redaktion nicht zu teilen, dass sich Ex-Bildmann Nikolaus Blome nicht optimal fachlich ins Spiegel-Umfeld einpassen könnte. Sondern hofft inniglich auf eine Blattverbesserung durch die Neubesetzung des lange Zeit vakanten Postens.

Traurig sowieso, dass man in einem als so anspruchsvoll angesehenen Blatt inhaltliche Kontroversen scheut. Inhaltliche. Die menschelnden internen Streitigkeiten werden ja seit Monaten in der gesamten Republik breitgetreten.

 

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wahl2013

 

 

 

 

 

 

 

 …oder, was manche Wahlplakataussagen mit Casanova gemein haben…

Egal, von welcher Partei, die Texte auf den Plakaten zeigen nicht einmal ein Versprechen VOR der Wahl. Eine willkürliche Auswahl:

Wer alles gibt, muss mehr bekommen.

Partner der Vernunft.

Solide Finanzen.

Gleiche Bildungschancen für alle.

Wenn die Sonne scheint, ist der Himmel blau.

Kalter Winter.

Nun gut, die letzten zwei stammen nicht von Wahlplakaten. Inhaltlich liegen sie aber auf der gleichen Ebene.

Unter einem (Wahl-)Versprechen würde ich etwa Folgendes verstehen: Wir garantieren Ihnen, dass, wenn unsere Partei nach der Wahl an der Regierung ist, wir für Sie als Wähler dies umsetzen:
Wenn Sie alles geben, erhalten Sie mehr vergütet als zuvor.
(Sinngemäß)
MEHR Geld? Zeit? Anerkennung? Was?

Sonst hat es ungefähr den Wert wie: Schmeckt so herrlich Joghurtleicht. Die Tatsache des Geschmacks hat Nullkommanichts mit den Hüftspeckansetzenden Kalorien des Süßriegels zu tun. Ähnelt den Aussagen eines Mannes zu seiner Angebeteten: Die Liebe ist so etwas Schönes.
Prima, du Dussel, sag ihr doch, dass Du SIE liebst und wirf keine Allgemeinplätze, für die Du nicht zuständig zeichnest, in die Welt. 🙂

Welche Partei soll ich denn nun am Sonntag wählen? Welchem rhetorischen Allgemeinplatz glaube ich am ehesten?

Ach, beinahe hätte ich es vergessen – als Nicht-Deutsche darf ich zwar Steuern zahlen aber beim Ankreuzeln nicht mitmachen. Welch ein Glück?

 

 

 

 

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