Archive for Januar, 2014

Journalistischer Nachwuchs, warum viele auf der Strecke bleiben

In diesem Kress-Beitrag spricht mir ein junger Kollege (Tim Wessling) aus der Seele. Endlich mal einer, der es begriffen hat. Hoffentlich setzt er sich durch.

In meinen Worten:

Journalismus braucht Querdenker.

Fortschritt (gerade in schwierigen Zeiten noch wichtiger) kommt nur durch Nicht-Angepaßtsein.
Durch Umdenken.
Neu-Denken!

Auf Stromlinie getrimmte Journalisten-Schulen-Absolventen können keine Veränderung bewirken.

Zinnsoldaten sind nicht die, die Welt vorantreiben.

Ein Mix aus möglichst buntem Lebenslauf, fundierter fachlicher! Bildung, ergänzt durch Journalismus und Erfahrung, ist wichtiger als gleich gegossene, gleich denkende Absolventen mit perfekt geplantem und abgestimmtem Lebenslauf.

Es braucht Brüche im Lebenslauf. Zeigen, dass man nach einem Rückfall wieder aufstehen und weitermachen kann. Dass man auch Schwierigkeiten meistert und nicht nur vom goldenen Serviertablett herab auswählen kann.

Es braucht eine(n) „Steve Jobs“. Auch im Journalismus.

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Warum man – im Spiegel, aber auch in anderen Medien – vor einer großen Veranstaltung immer alles schlecht reden muss: die Veranstalter, die Organisation, das Land, ist mir schleierhaft.

Ginge es nach den Veröffentlichungen, wäre Olympia 2012 in London das reinste Fiasko mit hunderten von Toten geworden. Während und nach der Veranstaltung grenzte die Berichterstattung schon an Lobhudelei, wie toll doch alles war. Von denen, die tatsächlich vor Ort gewesen waren.

Aus dem Spiegel 1/2014: Im Matsch

Rund anderthalb Monate vor den Olympischen Spielen in Sotschi gleicht die Stadt am Schwarzen Meer weiterhin einer riesigen Baustelle.

Jo mei.
Wer schon mal am Abend vor der Buchmesse (dem Tag der Presseanstaltungen) auf dem Messegelände in Frankfurt war, glaubt auch nicht, dass es am nächsten Morgen geordnet und schön gestaltet losgeht. Und trotzdem passiert das jedes Jahr wieder.

Und genauso wird auf olympischen Veranstaltungen, Fußballweltmeisterschaften und ähnlichen, großen internationalen Ereignissen eben bis zuletzt gearbeitet, um den Teilnehmern und Besuchern ein schönes Fest zu bieten. Halbseitige Beiträge darüber, dass nicht alles vorher bereits glänzt, sind Papier- und Lesezeit-Verschwendung.

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Ist schon vom letzten Jahr und daher ein wenig outdatet – zugegegeben. Aber erstens komme ich erst jetzt so langsam dazu, zwischendurch die letzen Spiegel „abzuarbeiten“ und zweitens (trotz meines österreichischen Gemeckers – wer schimpft, der kauft) ist es das einzige Printprodukt, das ich noch Ausgabe für Ausgabe lese.

Also:
Zwar ist die kritische Auseinandersetzung des Spiegels mit Glaube und Religion im Weihnachtsblatt eines der (vielen) verlässlichen Dinge im Leben, und daher gähhn. So erwartbar. So abhakbar.

Diesmal aber war die (Titel-)Geschichte zum Thema: Woran glaubt der Mensch sogar unterhaltsam und lesenswert. Und das, obwohl mir die Beiträge von Matthias Schulz sonst meist zu flach und von der Schreibe zu platt sind.

🙂 Man muss auch mal loben.

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Es hat Tradition, dass ich einmal im Jahr rückwirkend für meine weltweit lebenden Freunde ein wenig aus meinem Leben berichte.

Seit der Buchmesse war ich ständig unterwegs, bis 20. Dezember in den USA und danach bis Mitte Januar in Europa. Über Monate aus dem Koffer zu leben, ist das eine; die ewig langsamen und offenen Hotel-Internetzugänge das andere. Letztere nahm ich zwar für den professionell gewarteten Scienceblog in Kauf, um den nicht ganz auszutrocknen, aber von böse geenterten Servern habe ich privat genug.

Zurzeit überarbeite ich zwei Tagungsbände fürs FHP-Symposium und bereite einen mehrtägigen „E-Book-Erstellen“-Kurs vor; Vorträge zum Thema gab es in den vergangenen Monaten bereits etliche auf unterschiedlichen (meist Fach-)Veranstaltungen.

Zur Home-Dropzone wurde in den letzten Jahren wieder Z-Hills, Cessna-fliegerisch bin ich europaweit unterwegs.

Tja, und Email bleibt die beste, schnellste und sicherste Methode, mich zu kontaktieren. Ich freue mich auf ein Wiedersehen, mit Dir und Euch und allen, die zu meinen Freunden zählen.

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