Archive for the ‘Allgemein’ Category

Journalistischer Nachwuchs, warum viele auf der Strecke bleiben

In diesem Kress-Beitrag spricht mir ein junger Kollege (Tim Wessling) aus der Seele. Endlich mal einer, der es begriffen hat. Hoffentlich setzt er sich durch.

In meinen Worten:

Journalismus braucht Querdenker.

Fortschritt (gerade in schwierigen Zeiten noch wichtiger) kommt nur durch Nicht-Angepaßtsein.
Durch Umdenken.
Neu-Denken!

Auf Stromlinie getrimmte Journalisten-Schulen-Absolventen können keine Veränderung bewirken.

Zinnsoldaten sind nicht die, die Welt vorantreiben.

Ein Mix aus möglichst buntem Lebenslauf, fundierter fachlicher! Bildung, ergänzt durch Journalismus und Erfahrung, ist wichtiger als gleich gegossene, gleich denkende Absolventen mit perfekt geplantem und abgestimmtem Lebenslauf.

Es braucht Brüche im Lebenslauf. Zeigen, dass man nach einem Rückfall wieder aufstehen und weitermachen kann. Dass man auch Schwierigkeiten meistert und nicht nur vom goldenen Serviertablett herab auswählen kann.

Es braucht eine(n) „Steve Jobs“. Auch im Journalismus.

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Es hat Tradition, dass ich einmal im Jahr rückwirkend für meine weltweit lebenden Freunde ein wenig aus meinem Leben berichte.

Seit der Buchmesse war ich ständig unterwegs, bis 20. Dezember in den USA und danach bis Mitte Januar in Europa. Über Monate aus dem Koffer zu leben, ist das eine; die ewig langsamen und offenen Hotel-Internetzugänge das andere. Letztere nahm ich zwar für den professionell gewarteten Scienceblog in Kauf, um den nicht ganz auszutrocknen, aber von böse geenterten Servern habe ich privat genug.

Zurzeit überarbeite ich zwei Tagungsbände fürs FHP-Symposium und bereite einen mehrtägigen „E-Book-Erstellen“-Kurs vor; Vorträge zum Thema gab es in den vergangenen Monaten bereits etliche auf unterschiedlichen (meist Fach-)Veranstaltungen.

Zur Home-Dropzone wurde in den letzten Jahren wieder Z-Hills, Cessna-fliegerisch bin ich europaweit unterwegs.

Tja, und Email bleibt die beste, schnellste und sicherste Methode, mich zu kontaktieren. Ich freue mich auf ein Wiedersehen, mit Dir und Euch und allen, die zu meinen Freunden zählen.

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Sascha Lobo auf der Buchmesse in Frankfurt 2013. (c) H. Kleisny

Sascha Lobo, Torsten Casimir und Rachel Fershleiser auf der Deutschen Buchmesse in Frankfurt 2013, (c) H.Kleisny

Sobooks – Vorstellung
Das E-Book, wie wir es heute verstehen, ist nur das, was die Digitalisierung aus dem Buch gemacht hat. Sobooks ist eine Antwort auf die Frage, was das Internet und soziale Medien aus dem Buch machen. Im Mittelpunkt steht ausdrücklich der Verkauf – denn Sobooks möchte den Markt für digitale Inhalte mit Autoren, Agenten und Verlagen ausbauen.

Soweit Sascha Lobo.

Sascha Lobo und die Großen.

„Nein, mit individuellen Autoren wollen wir nicht zusammenarbeiten, nur mit großen Verlagen und Verlagshäusern“, so der Internet-Guru, dem Autoren-Start-ups nicht ins Konzept passen. dabei wärend die vielen rechtlichen Baustellen, mit denen Sobooks derzeit noch kämpft, mit Einzelautoren sicher leichter zu lösen als mit großen Verlagshäusern und den dahintergeschalteten Autorenverträgen.

Zugegeben, Lobo ist in der Realität sympatischer als in seinen zahlreichen, öffentlichen, meist großkotzigen Aussagen, Vorhersagen und Beurteilungen, deren Experten-Wissensbasis sich mir nicht erschließt.

Sobooks hat noch etliche Stolpersteine, nehme am Closed-Beta-Test teil. Mal sehen. Zurzeit einzige Bezahlungsmethode der Social Books über Paypal :-(, einziges Einloggen per Facebook. 🙁

Hintergrundinfo zu Sobooks gibt es hier.

wartenauflobo

Warten auf Lobo.
Vor der verschlossenen Türe.
Die Medienmeute ist pünktlich. Der Meister nicht, er hat sich auf der Buchmesse verlaufen…
(c) H. Kleisny

 

 

 

Sascha Lobo stellt Sobooks vor. (c) H. Kleisny

Und finally: Sascha Lobo erzählt eineinhalb Stunden über Sobooks. (c) H. Kleisny

 

 

 

 

 

 

 

 

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wahl2013

 

 

 

 

 

 

 

 …oder, was manche Wahlplakataussagen mit Casanova gemein haben…

Egal, von welcher Partei, die Texte auf den Plakaten zeigen nicht einmal ein Versprechen VOR der Wahl. Eine willkürliche Auswahl:

Wer alles gibt, muss mehr bekommen.

Partner der Vernunft.

Solide Finanzen.

Gleiche Bildungschancen für alle.

Wenn die Sonne scheint, ist der Himmel blau.

Kalter Winter.

Nun gut, die letzten zwei stammen nicht von Wahlplakaten. Inhaltlich liegen sie aber auf der gleichen Ebene.

Unter einem (Wahl-)Versprechen würde ich etwa Folgendes verstehen: Wir garantieren Ihnen, dass, wenn unsere Partei nach der Wahl an der Regierung ist, wir für Sie als Wähler dies umsetzen:
Wenn Sie alles geben, erhalten Sie mehr vergütet als zuvor.
(Sinngemäß)
MEHR Geld? Zeit? Anerkennung? Was?

Sonst hat es ungefähr den Wert wie: Schmeckt so herrlich Joghurtleicht. Die Tatsache des Geschmacks hat Nullkommanichts mit den Hüftspeckansetzenden Kalorien des Süßriegels zu tun. Ähnelt den Aussagen eines Mannes zu seiner Angebeteten: Die Liebe ist so etwas Schönes.
Prima, du Dussel, sag ihr doch, dass Du SIE liebst und wirf keine Allgemeinplätze, für die Du nicht zuständig zeichnest, in die Welt. 🙂

Welche Partei soll ich denn nun am Sonntag wählen? Welchem rhetorischen Allgemeinplatz glaube ich am ehesten?

Ach, beinahe hätte ich es vergessen – als Nicht-Deutsche darf ich zwar Steuern zahlen aber beim Ankreuzeln nicht mitmachen. Welch ein Glück?

 

 

 

 

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Auf acht Seiten lamentiert Cardt Schnibben im dieswöchigen Spiegel über den Untergang der Tageszeitungen. Die grafische Umsetzung „des Zeitungsdramas“ ist beeindruckend, leider im Negativen. Alle Kurven stürzen ins Bodenlose.

Was Schnibben aber geflissentlich übersieht, oder verschweigt, ist der seit Wochen besorgniserregende Umfang des Spiegel selbst. Extreme Abmagerungskuren mögen für (übergewichtige) Menschen gut sein, für Magazine sind sie es nicht. Und Leser, die immer wieder monierten, gefühlt mehr als die Hälfte der mehr als 200 Seiten seien Werbung, sollten sich klarmachen, dass nur durch Werbung im Blatt auch Geld für ausgiebigere Recherchen in einem Verlag vorhanden ist.

Auf den acht Seiten der Braking-News-Geschichte ist nicht eine einzige Werbung, und auch etliche Seiten weiter keine. Das ist schlecht, vor allem, wenn über Wochen der gedruckte Spiegel kaum mehr die gewichtige Substanz hat, um eine Fliege ordentlich an der Wand zu erschlagen. Diese Woche: 138 Seiten Umfang. Inklusive Werbung.

Die eigene Misere kommt aber im Bericht nicht vor. Schweigen im Walde. Kann man sicher mit dem journalistischen Ehrencodex: „Nicht mit der Sache gemein machen“ abhaken. Aber auch mit: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen? Unehrlich dem Leser gegenüber ist es in jedem Fall.

Die hier und auch andernorts gerne zitierten Chefredakteure einiger weniger Tageszeitungen, die keine Gefahr für Print sehen, sind meist weit über die 40 Jahre Altersgrenze hinaus. Auch die Realität wird ihre Sicht der Welt nicht mehr ändern. Sie werden allerdings mehr kurz als lang im Tageszeitungsgeschäft aussterben.

Dass die FAZ mit Sicherheit als eine der längsten überleben wird, liegt nicht nur an ihrem Inhalt, sondern auch an ihrem finanziellen Sicherheitspolster, auf das sie zurückgreifen kann. Auch ein modern denkender Journalist wie von Blumencron, der schon in der Spiegel-Redaktion Schwierigkeiten hatte, seine Vorstellungen durchzusetzen, wird noch sehen, wie er das in einem (von mir sehr geschätzten) extrem konservativen Blatt wie der FAZ schafft. Eine Umgebung, in der selbst so mancher Ressortleiter heute noch immer nichts mit dem Begriff Multimediales Storytelling anfangen kann, geschweige denn etwas vom „Snowfall“ der New York Times gehört hat.

Mal sehen. Der Herbst wird spannend und sicher noch weiter veränderungsreich.

Auch das Multimediale Geschichtenerzählen stößt an seine Grenzen. Wenn für eine einzige Geschichte zwar die gesamte Redaktion mehrere Wochen blockiert ist, diese aber selbst Unteraufträge keinesfalls an Externe vergibt: „So wichtige Sachen machen wir nur mit internen Mitarbeitern, das müssen Sie schon verstehen…“ dann leidet nicht nur das Tagesgeschäft. Multimedia-Erzählaktionen einzelner groß aufgeblasener Geschichten taugen dazu, mal einen Preis abzusahnen, dadurch vielleicht das eigene Image weg vom angestaubten Medium aufzupolieren, aber sicher nicht als langfristige einzige Rettung für Tages- oder Wochenzeitungen.

Aktuell kann selbst eine Tageszeitung, geschweige denn eine Wochenzeitung, in Zeiten des allgegenwärtigen Netzes nicht sein. Schlimm ist allerdings, wenn selbst die Online-Ausgaben der großen Zeitungen, für die sie nun fast unisono Geld verlangen wollen, fern von jeder Aktualität sind. Beispiel Unfall der Asiana, bei der laut Google mein Fachbeitrag stundenlang die einzige deutschsprachige Information im Netz dazu war (siehe ersten Kommentar zum Beitrag). Ohne Bezahlschranke. Dafür aber mit Hintergrundwissen.

Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, hat das Zeug dazu, es der Branche zu zeigen. Mit seinem Kauf der Washington Post stieß er auf Unverständnis bis Angst bei den alteingesessenen Kollegen. Was er verändern will, hat er ziemlich deutlich gesagt: Nicht die Qualität (wie so viele hierzulande, die an der Kostenschraube drehen, bis sie bricht) sondern den Output. Die Art des Lesens. Vermutlich wird er sich dabei auf Tablets fokussieren und hat dabei noch den bionischen Nebeneffekt, dass mit mehr Tablets auch E-Lesen weiter in den Alltag für jedermann eingebunden und normalisiert wird und dadurch auch die E-Book-Verkäufe bei Amazon weiter steigern.

Zwar bin ich noch in einem Elternhaus groß geworden, in dem die papierene Tageszeitung jeden Morgen am Frühstückstisch lag, aber schon als Erwachsener fand ich es im Flugzeug nervig, eine A2-große Tageszeitung zu lesen ohne den Nachbarn dadurch zu belästigen. Und der Versuch, auf kleinere Formate umzusteigen, hat es zumindest für mich auch nicht gebracht: Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes, dem immer das Image des Schnellen und des Abgewerteten anhaftet.

Informationen auf dem Tablet haben den Vorteil, dass sie jederzeit frisch sind (wenn die Redaktion spurt) und eben auch durch Links, Bildergalerien, Videos und weitere, tiefere Berichte ergänzt werden können. Das muss man nicht als etwas Besonderes, als „Mulitmediales Storytelling“ verkaufen. Das ist einfach nur sinnvolles Nutzen des Mediums. Sinnvoller jedenfalls, als eine A2-Seite mehr oder minder 1:1 ins Netz zu stellen.

Wenn diese Art der Berichterstattung einer Zeitung normal wird, ohne dass sich die Redaktion dahinter mit dem Etikett des Besonderen schmückt, dann wird die „Tageszeitung“ überleben. Auf dem Tablet. Wie Jeff Bezos es der Branche vorführen wird.

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Man lernt nie aus: Kühe werden zwar gemolken, aber die Milch wächst auf den Bäumen:

In speziellen Milchkristallen ist sogar noch mehr Melatonin enthalten. Diese werden aus Kuhmilch gewonnen, die vor Sonnenaufgang geerntet wurde.

(Aus einer Pressemeldung der Milchkristalle GmbH:
Wissenswertes zum internationalen Tag der Milch am 1. Juni)

 

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Auch  wenn ich – wegen Um- und Neugestaltung der Website – hier nichts mehr an Inhalt hinzufügen wollte: Das muss noch sein:

–> Beitrag wurde auf Scienceblogs.de/flugundzeit verschoben.

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Der Spiegel macht immer wieder Freude. Man kann sich beim Lesen so herrlich über die Schreiberlinge amüsieren. Aus einem Text über Lance Armstrong, veröffentlicht in: Der Spiegel 2/2013.

Armstrong befindet sich im freien Fall, und in welcher Tiefe er aufschlagen wird, lässt sich ahnen.

Als Journalist sollte man nicht mit Mutmassungen und Vorahnungen um sich werfen, sondern Fakten präsentieren. Versuchen wir also die obige Mutmassung als simple Mathe-Physik-Aufgabe zu lösen:

Weg = Geschwindigkeit x Zeit

Die gesuchte Tiefe ist der Weg, Geschwindigkeit ist nach rund 10 Sekunden Beschleunigung im freien Fall seine dann erreichte konstante Endgeschwindigkeit. Die liegt um die 200 Stundenkilometer, mit denen ein Mensch in stabiler Lage der Erde entgegen fällt.

Was aber machen wir mit der Zeit? Ist es also zeitabhängig, wann er auf ein Hindernis auftrifft?

Das Problem liegt im hinkenden Vergleich. Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass der freie Fall genau dann zu Ende ist, wenn der Mensch entweder seinen Fallschirm aktiviert oder weiter mit konstanter Geschwindigkeit fällt, bis er auf auf die Erdoberfläche trifft: auf Baum, Haus, Erdboden, Wasser…

Wann Letzteres eintritt, hängt allein von der Höhe über Grund ab, in der die Überlegung angestellt wird. Und damit nach der Formel auch nach der Zeit, die ihm zwischen seiner derzeitigen Höhe und dem Erdboden bleibt.

Kurz und gut, leider passt das erneut: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

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(Zunächst: das ist eine Beobachtung zur Berichterstattung und kein Beitrag zur Thematik des tragischen Vorfalles an sich.)

In der Deutschsprachigen Presse sind Berichte zu diesem  Thema dem Begriff „Newtown“ zugeordnet. Newtown ist die Stadt in Connecticut, in der das Drama an der Volksschule stattfand.

In amerikanischen Berichten und im amerikanischen Alltag geht es stattdessen um „Sandy Hook“, wenn auf das Thema der Schießerei und deren Folgen referenziert wird. „Sandy Hook“ ist der Name der Volksschule.

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…aber das nicht (aus Frankfurter Rundschau Online vom 8.12.2012):

In Deutschland kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen mit Kleinflugzeugen.

Es kommt auch immer wieder zu tödlichen Unfällen im Auto, beim Schifahren und durch Baumängel. Der Mensch, jeder, um genau zu sein, stirbt irgendwie irgendwann, so endet nun mal das menschliche Leben.

Obiges Zitat ist eine Plattitüde und keine seriöse Recherche. Im Artikel werden auch einen Tag später weder die beiden Flugzeugtypen, noch das Wetter über der Unfallstelle aus meteorologischer Sicht genannt, auch nicht, welche Maschine Vorflugrecht hatte (das lässt sich anhand des abgebildeten Wracks feststellen).

Es mangelt im Text an für den Unfall spezifischen, recherchierten Fakten, die auch zum jetzigen Zeitpunkt für fachkundige Journalisten schon in Erfahrung zu bringen sind:

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren die ganze Nacht bei Minusgraden mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Unfallstelle war weiträumig abgesperrt, Blaulicht zeugte in der Dunkelheit der Wetterau weithin von der Katastrophe. Ein Polizeihubschrauber beleuchtete das etwa einen Quadratkilometer große Trümmerfeld.

Auch wie die Unfalluntersucher aussehen und ihr Zelt gegen die Kälte ist für den Fall nicht relevant. 🙁  Das entspricht eher der Qualität eines Schulaufsatzes: Was passierte heute in unserem Dorf?

Worteschinderei und blabla statt fachkundiger Recherche. 🙁
Wer glaubt ernsthaft, dass ein Leser bereit ist, für solche Wortansammlungen Geld zu bezahlen?

Verleger Michael Ringier:

Der Journalismus ist nicht in erster Linie durch das Internet gefährdet. Die viel größere Bedrohung sind die Journalisten selber.

Anmerkung:
Obiger Blogbeitrag wurde auch als Kommentar auf der Seite der fr gepostet. Das erste Mal war er wenige Minuten nach dem Veröffentlichen gelöscht. Der zweite Versuch ist hier dokumentiert. Kurze Zeit später war auch der zweite Kommentar gelöscht, dafür folgende Email bei mir:

Sehr geehrte/r User/in,
bitte unterlassen Sie zukünftig Unterstellungen und Diffamierungen gegen unsere Redakteure.
Sie können die Artikel gerne sachlich kritisieren, aber beachten Sie dabei unsere Netiquette.
Bei weiterer Zuwiderhandlung werden wir Ihren Account löschen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr FR-Online Team

Ergänzung (11.12): mein Kommentar, auch wenn er offiziell mit einem Drohbrief an mich zurückgewiesen wurde, hat zumindest bewirkt, dass nun nachrecherchiert wurde.
Im frischen zweiten Beitrag, nun einige Tage nach dem Unfall hat die fr nun tatschlich die Wetterbedingungen bei der Flugsicherung (!), nachgefragt. Aus erster Hand recherchiert man die beim DWD. Aber immerhin. Man wird ja bescheiden bei den Qualitätsansprüchen im Journalismus.

Eine Robin (für Fachkundige auch schon auf dem Unfallfoto als Flugzeug erkennbar) ist kein UL. Und die Saratoga, ein sechsitziger Zweitonner, erst recht nicht. Und ja, das macht einen Unterschied für die Zulassung/Anforderung von/an Flieger und Pilotenlizenz.

Wenn man bei der fr zwar meine Kritik am schlecht recherchierten fr-Beitrag mit einem Drohbrief zurückweist, den Kommentar-Inhalt aber zumindest ansatzweise versucht umzusetzen, zeigt, dass dessen Inhalt wohl korrekt war. Sehr korrekt sogar. Schlechter Stil für den Umgang mit Lesern ist das allemal.

Unser Beileid gilt den Angehörigen des 737-Kapitäns und seiner Lebensgefährtin und ebenso den Angehörigen der Familie in der Saratoga.

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