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Dass man nicht allen „Tipps“ männlicher Kollegen folgen soll, wie man am schnellsten die Karriereleiter hinauffallen kann, lernt frau im Berufsleben sehr schnell.

In einem Beitrag vom 18.9.2013 des Nachrichtendienstes Meedia wird es krass:

einehandbreituebermKnie

Eine Handlänge überm Knie. Mindestens.

Mindestens?

Also sind zwei Handlängen noch besser?

Oder drei?

Wie wär’s gleich mit einem breitem Gürtel statt des Rockes?

🙂 Vielleicht sollte man den Beitrag eher unter: Was der männliche Journalist sich so wünscht von seinen weiblichen Kolleginnen stellen, als unter: Wie die richtige Kleidung die Karriere fördern kann – Fünf Tipps für den perfekten Arbeitsdress…

BTW: Das Bild: What your clothing colours say about you ist im Netz schon gut abgehangen und seit Jahren auf zahlreichen Seiten eingesetzt. Hier geborgt wurde es vermutlich von folgendem Blog, mit dem ersten Kommentar im März 2013.

 

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Nein. Und nochmals Nein.

Wer solche Fragen stellt (im „Journalist“ und im täglichen Leben), der hat in diesem Beruf nichts verloren. Wenn es nicht in der Seele brennt, wenn man nicht selbst davon überzeugt ist, dass das die richtige (und einzig mögliche) Entscheidung ist, dann hat man oder frau in diesem Beruf nichts verloren. Er oder sie wird an den harten Anforderungen im Alltag zwangsläufig scheitern.

Das Gejammere, dass eine junge (bisher festangestellte) Journalistin, nun „nicht weiß, wovon sie die Miete im nächsten Monat bezahlen soll“, zeigt, dass sie den falschen Beruf gewählt hat. Freie Journalisten müssen jeden Monat sehen, wovon sie im nächsten Monat leben. Aufträge fliegen selten beim Fenster herein. Und über das Wohlfühlmodell des steten Gehalts am Ende des Monats, egal, ob man krank war, auf Urlaub oder auch sonst nur nicht ans Telefon ging, lächeln Freie schon lange. Freie erhalten im Schnitt die Hälfte an Einnahmen von Festangestellten und müssen dafür für all diese Fälle vorsorgen, neben der (lästigen) Akquise, dass auch noch jemand die eigene Arbeit als druckenswert ansieht.

Wem der Realitätssinn dafür fehlt, dass auf Lebenszeit angestellte Journalisten ein Auslaufmodell sind, der ist in diesem Beruf fehlt am Platz.

 

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