Pferde stehlen…

(c) Hanser Verlag

Die Worte im Titel machen (beim Lesen) durchaus Sinn, sie ziehen sich durch das Buch. Auch wenn jeder bei der Nennung – egal in welcher Sprache – Out Stealing Horses ist auch nicht besser – zunächst verständnislos guckt.

Also gleich vorweg, es geht nicht um das Klauen von Pferden. Sondern um eine bionische Erzählung aus Norwegen, spannend, packend und norwegisch in jeder Hinsicht. Ein Page Turner. Bionisch, weil die Art des Erzählens dem Inhalt entspricht. Norwegen pur, die Schilderung wie der Inhalt reduced to the max.

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Der Spiegel und die Atomkraftwerke

Zugegeben. Das hatte ich nicht erwartet. Dass ich es noch erlebe, dass der Spiegel sich für Atomkraft einsetzt.

Strahlend grün heißt der Beitrag im Spiegel 51 vom 24.12.2019. Und er liefert eine vernünftige Auseinandersetzung mit der Thematik der Weiterentwicklung von Atomkraftwerken. Ja, man kann forschen und Dinge verbessern. Und die Tsunami-Häufigkeit in Deutschland hat noch immer nicht zugenommen.

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Brexit

Boris Johnson hat es geschafft, die Briten sind aus der EU. So schade das für uns Resteuropäer ist, für die Briten hat er erreicht, was er zusagte. Letztendlich.

Naiv ist es von der EU-Seite, nun zu erwarten, dass sich GB weiterhin an die (Spiel-)Regeln der EU hält. Die genau waren ja der Grund, warum manche/einige/ wie viele auch immer (die Zahl ist im kontinuierlichen Fluss) aus der EU raus wollten.

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Geistiger Diebstahl ist nicht salonfähig!

Die mit Spannung erwartete Landung des indischen Landers Vikram auf dem Südpol des Mondes scheint geplatzt zu sein. Beim Aufsetzen des Landers von Indiens zweiter Mondmission Chandrayaan-2 verstummt die Kommunikation zu Vikram.

Das stammt aus dem Beitrag: Indien’s Mondlander Vikram ohne Kommunikation

Und darauf bezieht sich folgender Post:

Als ich den Beitrag um 5 Uhr morgens recherchierte, überlegte ich durchaus, ihn erst später am Tag online zu stellen. Wohl wissend, da es noch keine Meldung zum missglückten Start auf deutsch im Netz gab, dass die deutsche Journalisten-Welt sich wieder locker bei mir bedienen würde.

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Boris Johnson hält alle zum Narren

Was, wenn Boris Johnson sich innerlich königlich amüsiert über all die Aufreger auf allen Seiten zu seinem Regierungshandeln?

Man bedenke, ursprünglich war er ja FÜR einen Verbleib GBs in der EU; als Querdenker und unüblich Handelnder ist er seit Jahren bekannt.

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2019: Es geht weiter!

Der Blog hier befasst sich mit einem größeren Themenbereich als flugundzeit. Allerdings ruhte er die letzten Jahre. Nun ist die Website www.kleisny.de endlich neu erstellt (ja, noch immer im Ergänz- und Verbesserungsstatus), aber immerhin funktioniert sie wieder auf dem Stand der Technik.

Es sollte also auch hier bei den persönlichen Blogs (deutsch und englisch), wenn etwas anliegt, wieder neue Beiträge geben.

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Luftfahrtjournalist und Vielflieger

Tja, wenn ein Vielflieger bei den Medien als Experte durchgereicht wird, dann ist das so, wie wenn ein Vielesser dem 5-Sterne Koch vorzählt, was er in seinen Arbeitsablauf in der Küche falsch macht. Ohne jemals selbst eine Mahlzeit zubereitet zu haben.

Was der Journalist selber glaubt, hat im Journalismus nichts zu suchen.

Zunächst sah es so aus als ob das Flugzeug ganz urplötzlich vom Himmel gefallen wäre.

Jo mei. Wenn man noch keine Fakten weiß, sollte man als Journalist simpel und einfach schweigen.
Oder wie es Dieter Nuhr so schön formulierte: einfach mal die Klappe halten.

Macht es überhaupt Sinn, jede neue, manchmal absurde Wendung und jedes Mediengerücht zu einem Unglück in Deiner Rolle als Luftfahrtjournalist atemlos zu kommentieren, wäre stilles Abwarten und Analysieren nicht besser?

Kluge Frage.

Wenn man als Journalist einen gewissen Qualitätsmaßstab anlegt, dann kommentiert man nicht, wenn es keine verfügbaren FAKTEN gibt. Und auch nicht, wenn es alle anderen tun!

Exzellente Beschreibung der Sachlage auf poynter.org:

It is simple advice. To practice it, journalists have to channel their innate sense-making and social tendencies into real reporting, and mix in a measure of restraint.

It is so easy. If you don’t have information about the missing plane then do not write about it.
— Tom McGeveran

 

Müsste man zur qualifizierten Beurteilung von Flugzeugunfällen nicht auch ein wenig mehr fachlichen Hintergrund haben als jahrelanges Meinung verteilen? Technisches Studium? Pilotenlizenz, wenn es geht, mehrere? Type-Ratings – viele und viel unterschiedliche eigene Luftfahrterfahrung auf unterschiedlichsten Gebieten? Flugsicherungsinsiderwissen?

Ach, nee. Setzen der Leser und der Zuseher offensichtlich nicht voraus.

Weit haben wir es gebracht.

 

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Journalistischer Nachwuchs…

Journalistischer Nachwuchs, warum viele auf der Strecke bleiben

In diesem Kress-Beitrag spricht mir ein junger Kollege (Tim Wessling) aus der Seele. Endlich mal einer, der es begriffen hat. Hoffentlich setzt er sich durch.

In meinen Worten:

Journalismus braucht Querdenker.

Fortschritt (gerade in schwierigen Zeiten noch wichtiger) kommt nur durch Nicht-Angepaßtsein.
Durch Umdenken.
Neu-Denken!

Auf Stromlinie getrimmte Journalisten-Schulen-Absolventen können keine Veränderung bewirken.

Zinnsoldaten sind nicht die, die Welt vorantreiben.

Ein Mix aus möglichst buntem Lebenslauf, fundierter fachlicher! Bildung, ergänzt durch Journalismus und Erfahrung, ist wichtiger als gleich gegossene, gleich denkende Absolventen mit perfekt geplantem und abgestimmtem Lebenslauf.

Es braucht Brüche im Lebenslauf. Zeigen, dass man nach einem Rückfall wieder aufstehen und weitermachen kann. Dass man auch Schwierigkeiten meistert und nicht nur vom goldenen Serviertablett herab auswählen kann.

Es braucht eine(n) „Steve Jobs“. Auch im Journalismus.

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Olympischer Berichts-Matsch

Warum man – im Spiegel, aber auch in anderen Medien – vor einer großen Veranstaltung immer alles schlecht reden muss: die Veranstalter, die Organisation, das Land, ist mir schleierhaft.

Ginge es nach den Veröffentlichungen, wäre Olympia 2012 in London das reinste Fiasko mit hunderten von Toten geworden. Während und nach der Veranstaltung grenzte die Berichterstattung schon an Lobhudelei, wie toll doch alles war. Von denen, die tatsächlich vor Ort gewesen waren.

Aus dem Spiegel 1/2014: Im Matsch

Rund anderthalb Monate vor den Olympischen Spielen in Sotschi gleicht die Stadt am Schwarzen Meer weiterhin einer riesigen Baustelle.

Jo mei.
Wer schon mal am Abend vor der Buchmesse (dem Tag der Presseanstaltungen) auf dem Messegelände in Frankfurt war, glaubt auch nicht, dass es am nächsten Morgen geordnet und schön gestaltet losgeht. Und trotzdem passiert das jedes Jahr wieder.

Und genauso wird auf olympischen Veranstaltungen, Fußballweltmeisterschaften und ähnlichen, großen internationalen Ereignissen eben bis zuletzt gearbeitet, um den Teilnehmern und Besuchern ein schönes Fest zu bieten. Halbseitige Beiträge darüber, dass nicht alles vorher bereits glänzt, sind Papier- und Lesezeit-Verschwendung.

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Die Spiegel-Weihnachtsgeschichte 2013

Ist schon vom letzten Jahr und daher ein wenig outdatet – zugegegeben. Aber erstens komme ich erst jetzt so langsam dazu, zwischendurch die letzen Spiegel „abzuarbeiten“ und zweitens (trotz meines österreichischen Gemeckers – wer schimpft, der kauft) ist es das einzige Printprodukt, das ich noch Ausgabe für Ausgabe lese.

Also:
Zwar ist die kritische Auseinandersetzung des Spiegels mit Glaube und Religion im Weihnachtsblatt eines der (vielen) verlässlichen Dinge im Leben, und daher gähhn. So erwartbar. So abhakbar.

Diesmal aber war die (Titel-)Geschichte zum Thema: Woran glaubt der Mensch sogar unterhaltsam und lesenswert. Und das, obwohl mir die Beiträge von Matthias Schulz sonst meist zu flach und von der Schreibe zu platt sind.

🙂 Man muss auch mal loben.

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