Archive for the ‘Journaille’ Category

Die mit Spannung erwartete Landung des indischen Landers Vikram auf dem Südpol des Mondes scheint geplatzt zu sein. Beim Aufsetzen des Landers von Indiens zweiter Mondmission Chandrayaan-2 verstummt die Kommunikation zu Vikram.

Das stammt aus dem Beitrag: Indien’s Mondlander Vikram ohne Kommunikation

Und darauf bezieht sich folgender Post:

Als ich den Beitrag um 5 Uhr morgens recherchierte, überlegte ich durchaus, ihn erst später am Tag online zu stellen. Wohl wissend, da es noch keine Meldung zum missglückten Start auf deutsch im Netz gab, dass die deutsche Journalisten-Welt sich wieder locker bei mir bedienen würde.

Continue reading ‘Geistiger Diebstahl ist nicht salonfähig!’ »

Flattr this!

Was, wenn Boris Johnson sich innerlich königlich amüsiert über all die Aufreger auf allen Seiten zu seinem Regierungshandeln?

Man bedenke, ursprünglich war er ja FÜR einen Verbleib GBs in der EU; als Querdenker und unüblich Handelnder ist er seit Jahren bekannt.

Continue reading ‘Boris Johnson hält alle zum Narren’ »

Flattr this!

Der Blog hier befasst sich mit einem größeren Themenbereich als flugundzeit. Allerdings ruhte er die letzten Jahre. Nun ist die Website www.kleisny.de endlich neu erstellt (ja, noch immer im Ergänz- und Verbesserungsstatus), aber immerhin funktioniert sie wieder auf dem Stand der Technik.

Es sollte also auch hier bei den persönlichen Blogs (deutsch und englisch), wenn etwas anliegt, wieder neue Beiträge geben.

Flattr this!

Tja, wenn ein Vielflieger bei den Medien als Experte durchgereicht wird, dann ist das so, wie wenn ein Vielesser dem 5-Sterne Koch vorzählt, was er in seinen Arbeitsablauf in der Küche falsch macht. Ohne jemals selbst eine Mahlzeit zubereitet zu haben.

Was der Journalist selber glaubt, hat im Journalismus nichts zu suchen.

Zunächst sah es so aus als ob das Flugzeug ganz urplötzlich vom Himmel gefallen wäre.

Jo mei. Wenn man noch keine Fakten weiß, sollte man als Journalist simpel und einfach schweigen.
Oder wie es Dieter Nuhr so schön formulierte: einfach mal die Klappe halten.

Macht es überhaupt Sinn, jede neue, manchmal absurde Wendung und jedes Mediengerücht zu einem Unglück in Deiner Rolle als Luftfahrtjournalist atemlos zu kommentieren, wäre stilles Abwarten und Analysieren nicht besser?

Kluge Frage.

Wenn man als Journalist einen gewissen Qualitätsmaßstab anlegt, dann kommentiert man nicht, wenn es keine verfügbaren FAKTEN gibt. Und auch nicht, wenn es alle anderen tun!

Exzellente Beschreibung der Sachlage auf poynter.org:

It is simple advice. To practice it, journalists have to channel their innate sense-making and social tendencies into real reporting, and mix in a measure of restraint.

It is so easy. If you don’t have information about the missing plane then do not write about it.
— Tom McGeveran

 

Müsste man zur qualifizierten Beurteilung von Flugzeugunfällen nicht auch ein wenig mehr fachlichen Hintergrund haben als jahrelanges Meinung verteilen? Technisches Studium? Pilotenlizenz, wenn es geht, mehrere? Type-Ratings – viele und viel unterschiedliche eigene Luftfahrterfahrung auf unterschiedlichsten Gebieten? Flugsicherungsinsiderwissen?

Ach, nee. Setzen der Leser und der Zuseher offensichtlich nicht voraus.

Weit haben wir es gebracht.

 

Flattr this!

Journalistischer Nachwuchs, warum viele auf der Strecke bleiben

In diesem Kress-Beitrag spricht mir ein junger Kollege (Tim Wessling) aus der Seele. Endlich mal einer, der es begriffen hat. Hoffentlich setzt er sich durch.

In meinen Worten:

Journalismus braucht Querdenker.

Fortschritt (gerade in schwierigen Zeiten noch wichtiger) kommt nur durch Nicht-Angepaßtsein.
Durch Umdenken.
Neu-Denken!

Auf Stromlinie getrimmte Journalisten-Schulen-Absolventen können keine Veränderung bewirken.

Zinnsoldaten sind nicht die, die Welt vorantreiben.

Ein Mix aus möglichst buntem Lebenslauf, fundierter fachlicher! Bildung, ergänzt durch Journalismus und Erfahrung, ist wichtiger als gleich gegossene, gleich denkende Absolventen mit perfekt geplantem und abgestimmtem Lebenslauf.

Es braucht Brüche im Lebenslauf. Zeigen, dass man nach einem Rückfall wieder aufstehen und weitermachen kann. Dass man auch Schwierigkeiten meistert und nicht nur vom goldenen Serviertablett herab auswählen kann.

Es braucht eine(n) „Steve Jobs“. Auch im Journalismus.

Flattr this!

Warum man – im Spiegel, aber auch in anderen Medien – vor einer großen Veranstaltung immer alles schlecht reden muss: die Veranstalter, die Organisation, das Land, ist mir schleierhaft.

Ginge es nach den Veröffentlichungen, wäre Olympia 2012 in London das reinste Fiasko mit hunderten von Toten geworden. Während und nach der Veranstaltung grenzte die Berichterstattung schon an Lobhudelei, wie toll doch alles war. Von denen, die tatsächlich vor Ort gewesen waren.

Aus dem Spiegel 1/2014: Im Matsch

Rund anderthalb Monate vor den Olympischen Spielen in Sotschi gleicht die Stadt am Schwarzen Meer weiterhin einer riesigen Baustelle.

Jo mei.
Wer schon mal am Abend vor der Buchmesse (dem Tag der Presseanstaltungen) auf dem Messegelände in Frankfurt war, glaubt auch nicht, dass es am nächsten Morgen geordnet und schön gestaltet losgeht. Und trotzdem passiert das jedes Jahr wieder.

Und genauso wird auf olympischen Veranstaltungen, Fußballweltmeisterschaften und ähnlichen, großen internationalen Ereignissen eben bis zuletzt gearbeitet, um den Teilnehmern und Besuchern ein schönes Fest zu bieten. Halbseitige Beiträge darüber, dass nicht alles vorher bereits glänzt, sind Papier- und Lesezeit-Verschwendung.

Flattr this!

Ist schon vom letzten Jahr und daher ein wenig outdatet – zugegegeben. Aber erstens komme ich erst jetzt so langsam dazu, zwischendurch die letzen Spiegel „abzuarbeiten“ und zweitens (trotz meines österreichischen Gemeckers – wer schimpft, der kauft) ist es das einzige Printprodukt, das ich noch Ausgabe für Ausgabe lese.

Also:
Zwar ist die kritische Auseinandersetzung des Spiegels mit Glaube und Religion im Weihnachtsblatt eines der (vielen) verlässlichen Dinge im Leben, und daher gähhn. So erwartbar. So abhakbar.

Diesmal aber war die (Titel-)Geschichte zum Thema: Woran glaubt der Mensch sogar unterhaltsam und lesenswert. Und das, obwohl mir die Beiträge von Matthias Schulz sonst meist zu flach und von der Schreibe zu platt sind.

🙂 Man muss auch mal loben.

Flattr this!

Es hat Tradition, dass ich einmal im Jahr rückwirkend für meine weltweit lebenden Freunde ein wenig aus meinem Leben berichte.

Seit der Buchmesse war ich ständig unterwegs, bis 20. Dezember in den USA und danach bis Mitte Januar in Europa. Über Monate aus dem Koffer zu leben, ist das eine; die ewig langsamen und offenen Hotel-Internetzugänge das andere. Letztere nahm ich zwar für den professionell gewarteten Scienceblog in Kauf, um den nicht ganz auszutrocknen, aber von böse geenterten Servern habe ich privat genug.

Zurzeit überarbeite ich zwei Tagungsbände fürs FHP-Symposium und bereite einen mehrtägigen „E-Book-Erstellen“-Kurs vor; Vorträge zum Thema gab es in den vergangenen Monaten bereits etliche auf unterschiedlichen (meist Fach-)Veranstaltungen.

Zur Home-Dropzone wurde in den letzten Jahren wieder Z-Hills, Cessna-fliegerisch bin ich europaweit unterwegs.

Tja, und Email bleibt die beste, schnellste und sicherste Methode, mich zu kontaktieren. Ich freue mich auf ein Wiedersehen, mit Dir und Euch und allen, die zu meinen Freunden zählen.

Flattr this!

Sascha Lobo auf der Buchmesse in Frankfurt 2013. (c) H. Kleisny

Sascha Lobo, Torsten Casimir und Rachel Fershleiser auf der Deutschen Buchmesse in Frankfurt 2013, (c) H.Kleisny

Sobooks – Vorstellung
Das E-Book, wie wir es heute verstehen, ist nur das, was die Digitalisierung aus dem Buch gemacht hat. Sobooks ist eine Antwort auf die Frage, was das Internet und soziale Medien aus dem Buch machen. Im Mittelpunkt steht ausdrücklich der Verkauf – denn Sobooks möchte den Markt für digitale Inhalte mit Autoren, Agenten und Verlagen ausbauen.

Soweit Sascha Lobo.

Sascha Lobo und die Großen.

„Nein, mit individuellen Autoren wollen wir nicht zusammenarbeiten, nur mit großen Verlagen und Verlagshäusern“, so der Internet-Guru, dem Autoren-Start-ups nicht ins Konzept passen. dabei wärend die vielen rechtlichen Baustellen, mit denen Sobooks derzeit noch kämpft, mit Einzelautoren sicher leichter zu lösen als mit großen Verlagshäusern und den dahintergeschalteten Autorenverträgen.

Zugegeben, Lobo ist in der Realität sympatischer als in seinen zahlreichen, öffentlichen, meist großkotzigen Aussagen, Vorhersagen und Beurteilungen, deren Experten-Wissensbasis sich mir nicht erschließt.

Sobooks hat noch etliche Stolpersteine, nehme am Closed-Beta-Test teil. Mal sehen. Zurzeit einzige Bezahlungsmethode der Social Books über Paypal :-(, einziges Einloggen per Facebook. 🙁

Hintergrundinfo zu Sobooks gibt es hier.

wartenauflobo

Warten auf Lobo.
Vor der verschlossenen Türe.
Die Medienmeute ist pünktlich. Der Meister nicht, er hat sich auf der Buchmesse verlaufen…
(c) H. Kleisny

 

 

 

Sascha Lobo stellt Sobooks vor. (c) H. Kleisny

Und finally: Sascha Lobo erzählt eineinhalb Stunden über Sobooks. (c) H. Kleisny

 

 

 

 

 

 

 

 

Flattr this!

Damit nicht nur ein Mediendienst am Pranger steht, zitieren wir auch Peter Turi, der ebenfalls mit Infos über die Fehler anderer seine Werbeeinnahmen abschöpft:

Der kleine Unterschied zwischen Deutschen und Franzosen? Googles Autovervollständigung schlägt den Deutschen auf die Frage „Wie macht man …“ ganz profan die Erweiterung „… Rührei“ vor. Franzosen finden nach „Comment fait on …“ natürlich „… l’maour“.

(aus dem Newsletter vom 18.9.2013)

🙂  Gerade die Pointe im Journalismus sollte korrekt sein. Hätte was.

Flattr this!