Posts tagged ‘Fliegen’

Zitat aus: Der Spiegel 5/2012 (Vorspann zu „Terror am Himmel“)

Fluglärm quält Millionen Deutsche. Der Krach kann zu Herzerkrankungen und womöglich zu Krebs führen…

Der Krach? Warum genau der? Warum nicht jeder Krach? Also einfach: Krach.

Weitere zwei Zitate aus einem späteren Spiegel 11/2012 (Seite 18)

Nach unseren Umfragen fühlen sich 55 Prozent der Deutschen durch Straßenlärm belästigt. Bei Fluglärm ist es jeder Dritte, bei Schienenlärm jeder Fünfte.

Also nochmal im Klartext: mehr als die Hälfte der Deutschen stört der Straßenlärm. Nur ein Drittel klagt über Fluglärm. Das spiegelt sich so nicht in der Presselandschaft wieder.

Der Mensch bewertet Geräusche unterschiedlich. Wenn er den Eindruck hat, diese wären vermeidbar oder werden sogar absichtlich erzeugt, stören sie ihn viel mehr als Geräusche, die er als neutral einstuft.

Können wir dann endlich zur Tagesordnung übergehen und den Menschen, die sich durch Flugzeuge gestört fühlen, erklären, dass Fluggeräusche genauso neutral sind wie der Rasenmäher von nebenan, oder der Hausbau seit mehreren Monaten gegenüber?

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Schon der Ausdruck Kleinfliegerei zeigt Überheblichkeit. Meist gebraucht übrigens von Menschen, die nicht einmal „kleine“ Flieger steuern können und dürfen. Geschweige denn das, was sie als „große“ bezeichnen.

Aus Der Spiegel 36/2010

Für Berufspiloten sind die sedierenden Antiallergika streng verboten. Die Kleinfliegerei dagegen unterliegt keinerlei Kontrolle…

Der zweite Satz ist schlichtweg falsch. Die Luftaufsicht an einem Flugplatz kann auch jeden Piloten, der zu einer zweisitzigen Cessna schlappt, grounden, wenn sie der Meinung ist, dass der Pilot, warum auch immer, intoxicated ist und daher eine Gefahr für (sich und) andere darstellt.

Zudem entbehrt der versuchte Schluss aus dem erstem Satz jeglichen Sinn: Man kann nicht etwas Verbotenes mit einer Kontrolle dazu vergleichen. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

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Interessant, wenn man vor dem Entsorgen in den Papiermüll, noch kurz zwei Jahre alte Ausgaben von „Der Spiegel“ durchsieht. Wie viele Fotos nicht nur doppelt, sondern mehrfach verwendet werden. Kaum übertroffen mit mindestens acht Veröffentlichungen ist das ewig gleiche Foto der nackten Hintern der Kommune 1. Ob die nun als optische Illustration zur Verständlichkeit des Textes notwendig sind oder nicht.

Interessant auch, wie viele hoch gepriesene Wichtigkeiten zwei Jahre später keinen mehr interessieren. Wie Ankündigungen von technischen Errungenschaften und Wunderwerken, die unser Leben verbessern oder wenigsten verändern sollten, heute dem Otto-Normal-Leser nicht einmal mehr geläufig sind…

Beispiel aus „Der Spiegel 47/2008“

Zitat aus einer Geschichte zum „Flüssigkeitsverbot an Flughäfen“
(gemeint war die Mitnahme von Flüssigkeiten > 100ml in ein Flugzeug)

„Ihm reicht es jetzt. Zusammen mit seinem christdemokratischen Kollegen Georg Jarzembowski will er die Flüssigkeitskontrollen ganz abschaffen.“

„…EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani will bis 2010 die Flüssigkeitskontrollen ganz einstellen.“

Und? Viel Wortgeschwafel, das 2010 unbeachtet verschwunden ist.

Am 20.Oktober 2009 stellten Jülicher Forscher einen Protoyp vor, der laut eigener Aussagen zwischen Flüssigkeitssprengstoff und harmlosen Substanzen unterscheiden kann. Jede Flüssigkeit absorbiert und reflektiert Strahlung anders. Die Analyse des elektromagnetischen Spektrums jeder Substanz ist daher charakteristisch.

Und? Was hat das im Flugalltag bewirkt?

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